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Präsident der Europäischen-Senioren-Union in Heilbronn

Verfasser: Claus Bernhold Heilbronn, 28.10.2011, 16:53 Uhr
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v.li. Egon Susset, Dr.Bernhard Worms, Hans-W.Damke
v.li. Egon Susset, Dr.Bernhard Worms, Hans-W.Damke  Bild: Claus Bernhold

Heilbronn [ENA] Er zählt zum „Urgestein“ der CDU-Politiker und ist ein lebendes und lebendiges Geschichtsbuch deutscher Nachkriegspolitik. Die Rede ist von Dr. Bernhard Worms, dem früheren Staatssekretär in Norbert Blüms Sozialministerium, der jetzt in Heilbronn zu Gast war.

Worms war nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Tagespolitik Mitbegründer der Senioren-Union, der mittlerweile zweitgrößten Vereinigung der CDU. Lange Jahre deren Bundesvorsitzender, jetzt Ehrenvorsitzender ist er seit 2001 erfolgreicher Präsident der Europäischen Senioren Union (ESU). Bei einer Veranstaltung der Senioren-Union im Kreisverband Heilbronn konnte deren Vorsitzender Hans-Wilhelm Damke den beredten Kenner europapolitischer Fragen in der Harmonie-Gaststätte zu einem Gedankenaustausch begrüßen.

Dr.Bernhard Worms

„Die Grenzen in Europa zu beseitigen“, sei schon die Grundüberzeugung von Konrad Adenauer gewesen, dessen „Aktenträger ich zeitweise war“, so Worms. Robert Schuman und Alcide De Gasperi seien seinerzeit die Mitstreiter für die europäische Einigung gewesen. Beide hatten mit Adenauer u.a. eines gemeinsam: ihre Verhandlungssprache war Deutsch, da Schuman Elsässer war und De Gasperi aus Südtirol stammte. Es sei ein langer, arbeitsreicher, aber erfolgreicher Weg zur gemeinsamen Idee Europa gewesen. Heute gehören 27 Länder zur Europäischen Union, 13 davon haben sogar eine gemeinsame Währung.

Worms: „C“ der CDU ist Bindungsfaktor

Auf der Basis solider und umfassender Kenntnisse zeichnete Worms ein interessantes Bild wichtiger Grundlagen heutiger Politik. Die Formulierung „Verantwortung vor Gott..“ sei bewusst als Grundidee in die Päambel zur Verfassung der jungen Bundesrepublik aufgenommen worden, müsse aber auch heute und in Zukunft die deutsche und europäische Politik beeinflussen, betonte Worms, dem man die innere Überzeugung bei seinen Ausführungen abnahm. Das „C“ der CDU sei Bindungsfaktor der christlichen Religionen. Von Christen geprägte Politik stelle zudem die unentbehrliche Basis für ein gedeihliches Miteinander der Generationen dar, zwischen Alt und Jung.

Die Rolle der Älteren in der Gesellschaft werde zu oft noch falsch eingeschätzt, meinte der Präsident der ESU. Die sogenannte 3. Generation sei zu 80% gesund, geistig aktiv und leiste im Ehrenamt viel für die Gemeinschaft. Untersuchungen hätten ergeben, dass Senioren etwa 4,3 Mrd. Stunden pro Jahr ehrenamtlich tätig seien und somit den Gegenwert von rd. 43 Mrd. Euro erarbeiteten. Dem mit viel Leidenschaft und großer Überzeugungskraft in freier Rede vorgetragenen Referat folgte eine angeregte Diskussion, an der sich auch der frühere Bundestagsabgeordnete Egon Susset engagiert beteiligte.

Senioren stärker einbinden

Zuvor hatte der stellv. Landesvorsitzende der Senioren-Union, Claus Bernhold, die Grüße des Landesvorsitzenden, Prof.Dr.Wolfgang Frhr. v. Stetten, überbracht und aus der Landesversammlung berichtet, die Senioren-Union solle noch stärker als bisher in die politischen Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Dies werde u.a. durch Beteiligung bei der programmatischen Arbeit der Landespartei im Fachausschuss Senioren, Arbeit und Soziales geschehen, der mit der Umbenennung einen weiteren Schwerpunkt im Bereich der Seniorenpolitik erhalten soll.

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